Chronik

Am 1. 12. 1924 gründet Johann Wandscher mit Paul Wandscher die  Stein- und Bildhauerei J. & P. Wandscher in der Johannisstrasse 27 in Oldenburg.

Nach langer, schwerer Krankheit verstirbt Paul Wandscher am 28.4.1936  im 43. Lebensjahr. Der Steinmetz- und Bildhauermeister Hans Stute wird im Mai 1937 zur Unterstützung eingestellt. 

Der Sohn Adolf Peter Christian tritt seine Ausbildung zum Steinmetz und  Bildhauer im Familienbetrieb vom 1. 4. 1939 bis zum 14. 6. 1941 an und  absolviert diese im Praktischen mit "gut" und im Theorethischen mit  "sehr gut". 
Im Januar 1944 heiratet dieser Margarethe Wandscher, geb. Neef. Zum Ende des  zweiten Weltkrieges wird Adolf Peter Christian Wandscher einberufen und fällt  am 23. 11. 1944 in Ungarn. 
Aus der kurzen Ehe geht ein Sohn hervor. Am 9. 5. 1945 wird Adolf Ernst Johann Wandscher (nachfolgend Adolf Wandscher benannt) geboren.

Um 1954 kommt als zusätzliche Geschäftsstelle die ehemalige Bild- und Steinhauerei Bernhard Högl an der Nadorster Strasse 10 durch Pacht hinzu. An der Nadorster Strasse 10 sind fortan insbesondere die Werkstätten für die Grabmalkunst und die Steinbildhauerei. Von der Johannisstrasse 27 gehen vor allem die Bauarbeiten in allen Steinarten aus.

1958 verstirbt Johann Wandscher in seinem 61. Lebensjahr. In seiner Wirkenszeit  gründete er die Innung  des Steinmetz- und Bildhauerhandwerks in Oldenburg und  wurde durch seine Verdienste zum  Ehrenmeister auf regionaler und Landes-Ebene  ernannt. Der Betrieb wird von seiner Frau Hilkedine und durch den Meister Hans Stute weitergeführt. 

Adolf Wandscher besucht vom Januar 1963 bis zum Dezember 1964 die zweijährige Fachschule "Technik" in Vollzeitform der Fachrichtung Steintechnik in Königslutter am Elm. Er besteht die Prüfung am 15. 12. 1964 zum "Staatlich geprüften Techniker - Fachrichtung Steintechnik" in seinem Handwerk als jüngster Techniker seiner Zeit.

Im Oktober 1963 lernt Adolf Wandscher Marie-Luise Schäfer in Königslutter am Elm kennen und lieben. 1965 wird Marie-Luise Schäfer als gelernte Bankkauffrau zur Unterstützung  in der Buchhaltung eingestellt.

Um 1967 werden die bestehenden Gebäude an der Johannisstrasse 27 abgerissen und es wird an  dem Standort durch Architekt Brügmann eine neue Werkhalle errichtet mit Meisterbüro für  Hans Stute.

Am 21. 8. 1968 erwirbt Adolf Wandscher seinen Meistertitel zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister  in Oldenburg. Ende September 1968 heiratet er Marie-Luise Wandscher, geb. Schäfer.

Der Enkel, Adolf Wandscher, tritt am 1. 7. 1970 mit seiner Ehefrau Marie-Luise die Nachfolge an.

Im Januar 1978 verstirbt Hilkedine Wandscher in ihrem 78. Lebensjahr und Anfang  Juni 1978 Hans Stute in seinem 75. Lebensjahr.

1987 wird der Erwerb des Grundstücks in der Mellumstrasse 11 und der Bau einer neuen Werkhalle durch die Stadt Oldenburg ermöglicht, um das Bauvorhaben einer neuen Wohnsiedlung an dem alten Standort Johannisstrasse 27 zu realisieren.  Die Planung und Umsetzung der neuen Betriebsstätte mit Ausstellungsraum erfolgt durch Architekt Selugga und dessen Ehefrau.
Die Eröffnung fand am 22. 1. 1988 zu einem Eröffnungsempfang mit zahlreichen geladenen Gästen statt. Über dem Tor ist von der Autobahn gut zu sehen der Schriftzug "Natursteinwerk Wandscher, Stein-u. Bildhauerei - Marmor - Treppen - Fassaden -Sanierung".

Am 25. 11. 1988 erwirbt Adolf Wandscher den Titel "Geprüfter Restaurator im Steinmetz und Steinbildhauerhandwerk" aufgrund seiner bisherigen langjährigen Restauratorentätigkeit.

Der Sohn Jan Wandscher tritt seine Ausbildung zum Steinmetz und Bildhauer im Familienbetrieb an und absolviert diese am 23. 7. 1999 im Praktischen mit "gut" und  im Theorethischen mit "sehr gut".

Am 1. 11. 1999 scheidet der Geselle Josef Krieger, der bisher in der Nebengeschäftsstelle an  der Nadorster Strasse 10 in leitender Funktion tätig war, aufgrund gesundheitlicher Gründe aus  und Jan Wandscher tritt an seine Stelle.

Der andere Sohn Markus Wandscher besucht vom 30. 8. 1998 bis zum 14. 7. 2000 die zweijährige Fachschule "Technik" in Vollzeitform der Fachrichtung Steintechnik in Königslutter am Elm. Er besteht die Prüfung am 14. 7. 2000 zum "Staatlich geprüften Techniker - Fachrichtung Steintechnik". Des Weiteren erwirbt er seinen Meistertitel zum Steinmetz- und Steinbildhauermeister am 14. 7. 2000 in Braunschweig. Fortan ist Markus Wandscher an der Seite des Vaters in der Hauptgeschäftsstelle in der Mellumstrasse 11 in leitender Funktion tätig.

Am 7. 7. 2005 erwirbt auch Jan Wandscher seinen Meistertitel zum Steinmetz und Steinbildhauermeister in Braunschweig.

Am 1. 4. 2006 werden die Geschäftsstellen an der Nadorster Strasse 10 und der Mellumstrasse 11 geteilt. Jan Wandscher übernimmt die einstige Nebengeschäftsstelle und macht sich mit der Firma Jan Wandscher, Steinmetz- und Steinbildhauerbetrieb, selbstständig.

Das Andenken an den Firmengründer Johann Wandscher lebt durch die gewählte Bildmarke im Firmenlogo weiter, das sich aus seinem und dem Steinmetzzeichen von Jan Wandscher zusammensetzt (Steinmetzzeichen sind seit der Gotik personenbezogene Ehrenzeichen).

Im Herbst 2006 wird der Betrieb an der Mellumstrasse 11 aufgegeben. Im Zuge eines fließenden Übergangs zu der Firma Naturstein Wandscher GmbH  geht die Produktion weiter. 
Im März 2014 wird die Produktion in dem Betrieb an der Mellumstrasse 11 endgültig  eingestellt. Markus Wandscher scheidet unter großem Bedauern aus gesundheitlichen Gründen aus  dem Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, bleibt aber in beratender Funktion wie  der Vater erhalten. Adolf Wandscher bleibt auch in seiner Funktion als Gutachter weiterhin tätig.

Am 1.4.2016 blickt der Betrieb Jan Wandscher nun auf sein eigenes Jubiläum von zehn  Jahren mit seinen zusätzlichen 92 Jahren bewegter Steinmetz-Geschichte zurück und der Betrieb wird in seiner Ausstattung wie auch in der inneren Struktur kontinuierlich erweitert.