Schriften und Beschriftung im Stein
Die Inschrift ist das, was auf einem Grabmal zuerst gelesen wird. Ob sie in den Stein gehauen, erhaben herausgearbeitet, mit Blei gefüllt oder in Metall gesetzt wird, verändert ihren Charakter vollständig. Hier erklären wir die Techniken und worauf es bei der Gestaltung ankommt.
Schrift, die bleibt
Schriften, die in Stein gearbeitet werden, sind beständig wie der Stein selbst. Deshalb lohnt es sich, bei der Inschrift nicht nur auf den Wortlaut zu schauen, sondern auch auf die Art, wie sie in den Stein kommt.
Schriftart, Größe, Abstände und Aufteilung entscheiden darüber, ob ein Grabmal ruhig und klar wirkt oder unruhig. Wir besprechen Aufteilung und Details deshalb vor der Ausführung noch einmal mit Ihnen.
Schriften in Stein
Bei den sogenannten Steinschriften gibt es zwei grundlegende Unterschiede – und eine Sonderform.
Die Inschrift wird in die Fläche eingearbeitet. Von Hand gehauen entstehen klare Kanten. Wird die Schrift keilförmig eingearbeitet, bildet sich in der Mitte ein Grat: Licht und Schatten treffen darauf und bringen das Schriftbild noch mehr zur Geltung.
Hier wird nicht der Buchstabe abgetragen, sondern die Fläche um ihn herum. Die Schrift steht aus dem Stein heraus – aufwendiger, sehr plastisch und bei Streiflicht besonders eindrucksvoll.
Eine Sonderform: Die Buchstaben werden vertieft eingearbeitet, dann werden Bleistränge eingetrieben. Danach werden die Konturen der Buchstaben wieder freigelegt. So entsteht eine dunkle, dauerhafte Schrift, die mit dem Stein verbunden ist.
Bei manchen Untergründen ist es sinnvoll, die Inschrift farblich zu fassen und damit vom Stein abzuheben. Auf hellen, lebhaft gezeichneten oder rauen Steinen bleibt sie so gut lesbar.
Schriften aus Metall
Metallbuchstaben werden nicht in den Stein gearbeitet, sondern einzeln gesetzt und befestigt.
Schrift aus unserer Werkstatt
Vom Entwurf auf Papier bis zur fertigen Schrift im Stein.
Mehr Arbeiten in unserer Bildergalerie →Der Schriftentwurf
Bevor eine Inschrift in den Stein kommt, entsteht sie auf dem Papier. Je nach Aufgabe zeichnen wir sie von Hand oder legen einen digitalen Entwurf an. So sehen Sie vorher, wie Namen, Daten und Spruch auf der Fläche verteilt sind.
Eine gute Aufteilung lässt der Schrift Luft. Bei Familiengräbern planen wir von Anfang an den Platz für spätere Inschriften mit ein, damit das Grabmal auch dann noch wie aus einem Guss wirkt.
Buchstaben aus Bronze werden vor dem Setzen einzeln nachgearbeitet.
Eine zweite Inschrift ergänzen
Kommt eine weitere Inschrift auf ein vorhandenes Grabmal, holen wir den Stein in unsere Werkstatt. Dort arbeiten wir die neue Schrift passend zur bestehenden ein. Die mechanische Reinigung ist dabei fester Bestandteil, damit alte und neue Schrift wieder ein gemeinsames Bild ergeben.
Ist eine bestehende Inschrift verwittert oder die Farbe verblasst, frischen wir sie auf. Wer möchte, kann zusätzlich einen QR-Code im Stein setzen lassen, der zu Bildern oder einer Lebensgeschichte führt.
Schrift nicht nur für das Grab: Haussprüche
Alte Häuser tragen sie noch im Holzgebälk. Als Hausschild aus Naturstein lässt sich der Brauch wieder aufleben – eine kleine Auswahl aus unserer Sammlung.
Von mir erdacht, von mir erbaut, sollst mir ein Heim sein, lieb und traut.
Holz und Stein tun's nicht allein, auch Glück muss mit drinnen sein!
Wenn dies Haus so lange steht, bis auf der Welt der Neid vergeht, so steht es nicht nur lange Zeit, es steht bis in die Ewigkeit.
Lasset uns am Alten, so es gut ist, halten. Aber auf dem alten Grund Neues wirken jede Stund'.
Dieses Haus ist nur ein kleiner Punkt in Gottes weiter Welt, doch ist's ein Himmelreich, wenn es dein Glück enthält.
Jeder Vogel hat sein Nest lieb.










