Sinnsprüche für das Grabmal
Ein Satz, der bleibt. Diese Sammlung aus unserer Werkstatt zeigt, wofür Angehörige sich vor Ihnen entschieden haben – und wie Sie zu Ihren eigenen Worten finden.
Warum ein Satz mehr trägt als zwei Jahreszahlen
Sinnsprüche laden den Betrachter zum Verweilen und Nachdenken ein und übermitteln eine persönliche Botschaft. Sie können Zitate sein, aber auch ganz persönliche Worte.
Auf dem Stein stehen sonst ein Name und zwei Jahreszahlen. Der Satz dazwischen ist das Einzige, was etwas darüber verrät, wie dieser Mensch gedacht hat – oder wie Sie an ihn denken.
Aus unserer Sammlung
Ein paar Beispiele als Anstoß, nicht als Katalog. Der Satz, der zu Ihnen passt, steht vielleicht noch gar nicht hier.
Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Dem Auge fern, dem Herzen ewig nah.
Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen wären, würden wir hinaufsteigen und dich zurückholen.
Wenn die Sonne des Lebens untergeht, dann leuchten die Sterne der Erinnerung.
Wenn die Kraft zu Ende geht, ist Erlösung Gnade.
Gehe immer der Sonne entgegen und Du lässt die Schatten hinter dir.
Weinet nicht, ich hab’ es überwunden, bin befreit von meiner Qual, doch lasset mich in stillen Stunden bei euch sein so manches Mal. Was ich getan in meinem Leben, das tat ich nur für Euch, was ich gekonnt, hab’ ich gegeben, als Dank bleibt einig unter Euch.
Aus dem guten Schatz Deines Herzens hast Du Gutes hervorgebracht.
Es heißt nicht sterben, lebt man in den Herzen der Menschen fort, die man verlassen muss.
Gleich wie Blätter im Walde, so sind die Geschlechter der Menschen. Einige streuet der Wind auf die Erde hin, andre treibt der knospende Wald in des Frühlings Wärme. So auch der Menschen Geschlecht, dies wächst und jenes verschwindet.
So finden Sie Ihren Satz
Schreiben Sie auf, was Ihnen einfällt: eine Liedzeile, ein Bibelvers, ein Satz, den dieser Mensch oft gesagt hat. Erst sammeln, dann aussortieren.
Ein Satz auf Papier klingt anders als ein Satz in Stein. Lesen Sie ihn laut. Was dabei gestelzt klingt, klingt am Grab noch gestelzter.
Je kürzer der Satz, desto größer darf die Schrift werden – und desto ruhiger wirkt der Stein. Meist bleibt am Ende weniger übrig, als man anfangs dachte.
Bevor ein Meißel den Stein berührt, sehen Sie den Satz im Entwurf: in der Schrift, in der Größe und an der Stelle, an der er später steht.
Zwei Jahreszahlen, fast hundert Jahre auseinander – und ein Satz, der beides zusammenhält.
Wenn der Satz erst später kommt
Nicht jeder weiß gleich, was auf den Stein soll – und das muss auch niemand. Eine Inschrift lässt sich an einem Grabmal ergänzen, das längst steht. Nachbeschriftungen gehören bei uns zum Alltag, an eigenen Steinen genauso wie an Grabmalen, die von anderen stammen.






