Grabstätte & Gestaltung

Grabarten und Grabmalformen im Überblick

Welches Grabmal passt, hängt zuerst von der Grabstätte ab: Erdgrab oder Urnengrab, Einzel-, Doppel- oder Familiengrab. Dieser Überblick erklärt die Grabarten, die gängigen Formen vom Stehenden Stein bis zum Findling und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Weg durch die Grabmalausstellung von Steinmetz Wandscher in Oldenburg
Das Wichtigste in Kürze
Die Grabart bestimmt, wie viel Platz das Grabmal hat und was der Friedhof zulässt.
Stele, Liegestein, Grabplatte und Findling wirken ganz verschieden – auch bei gleichem Stein.
Planen Sie Platz für spätere Inschriften ein, wenn weitere Beisetzungen möglich sind.

Warum ein Grabmal

Ein Mensch ist von uns gegangen – jemand, den man geliebt und geschätzt hat und der Spuren in dieser Welt hinterlassen hat. Zurück bleiben Trauer und Schmerz, oft aber auch Dankbarkeit für die gemeinsame Wegstrecke.

Sich mit der Wahl und Gestaltung eines Grabmals auseinanderzusetzen, hilft, die Trauer Schritt für Schritt zu verarbeiten. Aus dem Ort der Trauer kann so ein Ort des Trostes werden: ein Ort der Erinnerung an die Menschen, die uns die Möglichkeit gaben, zu lieben und zu leben.

„Jedes Grabmal ist ein Denkmal für eine Persönlichkeit, und ein Denkmal ist mehr als nur ein Namensschild. Ein gutes Denkmal bewahrt die Identität des Verstorbenen und erhält die Erinnerung an ihn.“

Jan Wandscher

Die Grabarten

Welche Grabarten es gibt und wie groß sie sind, regelt die Satzung des jeweiligen Friedhofs. Die folgenden Begriffe begegnen Ihnen fast überall.

Einzelgrab (Erdgrab)

Eine Grabstätte für eine Erdbestattung. Das Grabmal ist meist ein stehender Stein oder ein Liegestein, oft mit Einfassung oder Abdeckplatte.

Doppelgrab und Familiengrab

Mehrere Grabstellen nebeneinander, häufig für Ehepaare oder mehrere Generationen. Hier wird das Grabmal breiter, und die Gestaltung sollte Raum für weitere Inschriften lassen.

Urnengrab

Deutlich kleiner als ein Erdgrab. Dafür eignen sich kleinere Stelen, Kissensteine oder Grabplatten. Auf unserer Seite zu Urnengrabsteinen finden Sie Beispiele.

Kinder- und Tiergräber

Hier sind oft besonders persönliche, kleinere Formen gefragt – ein Ahornblatt aus Sandstein, ein Findling mit Pfotenabdruck. Auch dafür nehmen wir uns die Zeit, die es braucht.

Die Formen des Grabmals

Dieselbe Grabstätte lässt sich ganz unterschiedlich gestalten. Die Form bestimmt, wie das Grabmal wirkt und wo die Schrift Platz findet.

Formen im Überblick
Stele und stehender Stein
Die klassische, aufrechte Form. Gut lesbar aus der Entfernung und mit Fläche für Schrift, Symbol oder Relief. Stehende Grabmale werden auf ein Fundament gesetzt und müssen dauerhaft standsicher sein.
Liegestein und Kissenstein
Flach oder leicht geneigt auf dem Grab. Ruhig und zurückhaltend, oft auf Urnengräbern oder als Ergänzung zu einem vorhandenen Grabstein.
Grabplatte
Deckt die Grabstätte ganz oder teilweise ab und macht die Pflege leichter. Für flach liegende Flächen eignen sich Metallbuchstaben besonders gut.
Findling und Naturstein in Rohform
Ein Stein, dessen natürliche Form erhalten bleibt und nur dort bearbeitet wird, wo die Schrift sitzt. Kein Findling gleicht dem anderen.
Freie Form und Skulptur
Ob ein Symbol, eine Figur oder eine ganz eigene Idee – als Steinmetz- und Bildhauerbetrieb arbeiten wir auch Formen, die es so nur einmal gibt.

Formen aus unserer Ausstellung

In unserer Ausstellung an der Nadorster Straße können Sie die Formen in echt sehen.

Dunkle Granitstele mit herbstlicher Bepflanzung in der Ausstellung
Stele
Liegestein aus Granit mit geschwungener Oberfläche
Liegestein
Kleinere Grabsteine aus Naturstein in der Ausstellung
Urnengrabsteine
Findling mit handgeschriebener, farbig gefasster Inschrift
Findling mit Schrift
Mehr Arbeiten in unserer Bildergalerie →

Was die Friedhofsordnung mitentscheidet

Jeder Friedhof hat eigene Bestimmungen – zu Maßen, Stärken, Materialien und manchmal auch zur Gestaltung. Deshalb muss jedes neue Grabmal von der Stadtverwaltung oder der Kirchengemeinde genehmigt werden. Um die Formalitäten kümmern wir uns für Sie.

Wir beliefern alle Friedhöfe innerhalb Oldenburgs und darüber hinaus und klären die Vorgaben, bevor die Fertigung beginnt. So erleben Sie keine Überraschung, wenn der Stein fertig ist.

Liegeplatte aus hellem Sandstein mit Ornamentecken auf einer Rasenfläche

Eine Liegeplatte auf der Rasenfläche: flach, ruhig und leicht zu pflegen.

An später denken: Familiengrab und zweite Inschrift

Wenn in einer Grabstätte weitere Beisetzungen möglich sind, lohnt es sich, das schon bei der ersten Gestaltung zu bedenken. Die Schrift wird dann so aufgeteilt, dass eine weitere Inschrift später selbstverständlich dazu passt.

Für eine zweite Inschrift holen wir das Grabmal in unsere Werkstatt. Die mechanische Reinigung gehört dann fest dazu, sodass alte und neue Schrift wieder zusammen wirken.

Und nach Ablauf der Ruhefrist muss ein Grabmal nicht entsorgt werden: Es kann einen Platz im Garten finden und so ein Stück Familiengeschichte bleiben.

Häufige Fragen zu Grabarten und Formen

Das hängt von den Bodenverhältnissen, der Grablage und der Art der Beisetzung ab. Bei Erdbeisetzungen sollte mindestens acht bis zehn Wochen gewartet werden, damit sich der Boden setzen kann.

Urnengräber sind kleiner, deshalb passen kleinere Stelen, Kissensteine oder Grabplatten. Welche Maße erlaubt sind, regelt der Friedhof – wir klären das vorab für Sie.

Ja. Wir suchen Stein und Form so aus, dass sie mit dem vorhandenen Grabmal zusammen wirken, etwa ein Liegestein zum bestehenden Grabstein der Vorfahren. Materialmuster helfen, das vorher zu beurteilen.

Gern. In unserer Ausstellung an der Nadorster Straße 10 in Oldenburg stehen Grabmale in verschiedenen Formen und Steinen. Parken können Sie hinter dem Haus, erreichbar über die Lindenstraße.

Bildmarke Steinmetz Wandscher

Ihr Grabmal beginnt
mit einem Gespräch.

Wir begleiten Sie vom ersten Gedanken bis zur fertigen Arbeit — persönlich, einfühlsam und ohne Druck.

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Jan Wandscher

Steinmetz- und Steinbildhauermeister · 4. Generation

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